Sonntagskind
Wintersonne, die inzwischen doch einen anderen Namen haben sollte. Eine Stunde gehen und keine Häuser sehen. Bäume, die im Eiswind wie Autos klingen, wenn du dich umdrehst, ist niemals eines hinter dir.
In der Stadt Sonntagskinder treffen und wild und glücklich herumquietschen. Wir haken uns bei einander ein. Die Cafés zu voll und zu dunkel für einen Sonntag ohnehin. Ein Mädchen aus Aserbaidschan spricht von den Männern in Bielefeld und sagt, sie mag, dass die Deutschen so vorhersehbar sind. Meine Ukrainerin, meine Liebste, sieht mich an und protestiert.
Bei Pizza Gespräche über die EU, Visaprobleme und Liebe.
Am Bahnhof auf einen Heimkehrer warten. Dabei über Städtenamen lachen. Wasserbillig, Kleinbettingen, Drinklange. Gegenüber von uns, mit einem Hesse-Roman in der Hand, jemand, der heimlich mitlacht.
Sich fragen, wie die großen Geschichten beginnen. Und fürchten, dass man zu feige für den Anfang ist. Müde eine Seite im Buch überblättern.
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Tags:Alltag, Leben, Luxemburg, Winter
Ja, die Städte in Luxemburg haben schon komische Namen. Wasserbillig, jaja. Kenn ich. ;)
Hört sich trotzdem nach einem schönen Sonntag an.
Btw: Sehr schön geschrieben! :)
War’s auch.
Und danke. :)