Feuer unterm Hintern!
• MUSIKsein • Freunde, heute ziehen wir mal wieder die Tanzsohlen an! Wir müssen durchs Wohnzimmer rocken, mit Luftinstrumenten herumzappeln und Liedfetzen mitgröhlen. Andere Reaktionen auf Mando Diaos neues Album „Give me fire“ sind so gut wie ausgeschlossen.
Wer die Single „Dance with somebody“ noch im Ohr hat, der kennt das Motto des gesamten Albums. Man muss sich einfach bewegen. So wie Mando Diao anscheinend aus jeder Laune, egal ob Freude oder Wut, Energie zaubern, so wollen sie auch den Hörer seinen Frust wegtanzen lassen. Stampfende Takte, stürmische Gitarrenriffs und die unverwechselbaren Stimmen der Sänger Björn Dixgard und Gustaf Norén gehen vom Eröffnungssong „Blue Lining White Trenchcoat“ an in die Beine. Widerstand zwecklos.
So klingt „Mean Street“ nach einem 60er-Jahre-Sommer, „Come on come on“ nach Festivalschweiß und „You got nothing on me“ nach einem Boxkampf im Kopf. Mit „Crystal“ haben Mando Diao jetzt sogar ein Lied für Beerdigungen – „Don’t feel bad while you’re there, life was only sad while you were here „, heißt es da, hört sich aber weit weniger traurig an, als es der Text vermuten lässt.
Das fünfte Album funktioniert sehr gut ohne die Cowboyhüte des Vorgängers und auch mit weniger jugendlichem Rotz als auf den ersten Werken. Die Band selbst fasst ihre Musik, wie man auf unserer liebsten Zeitdiebin sehen kann, ganz schlicht zusammen: „It’s very simple – it’s rock’n'roll.“ Und es ist so gut!
Filed under: freizeit | 2 Comments
Tags: Album, Mando Diao, Musik, Rezension


Name: Antje Lampe


live gesungen wirken die lieder doch gleich um einiges authentischer, als auf frisch gedruckten cd’s aus dem plattenstudio! gute musik!!!
Ja, mir gefällt das neue Album auch. Es ist zwar ein bisschen glatt geraten, aber wie ein schicker Blockbuster. Er macht Spaß und man kann ihn sich öfters anhören. Nur die Spuren die es hinterlässt sind nicht so sichtbar.