Was ich dir nicht sage
• LEBENDIGsein • Ich dachte, ich hätte dich gesehen. Am Hauptbahnhof, auf den Zug in deine Heimatstadt wartend. Mit viel Gepäck und einem Mädchen an der Seite. Die Haare, die Statur, die Haltung, das hat alles gestimmt.
Als ich merkte, dass du es nicht bist, dachte ich, wie schade das ist.
Wärst du es gewesen, hätte ich dich gern umarmt.
Manchmal – meistens um zwei Uhr nachts, wenn niemand mehr bei mir ist – denke ich, dass du jetzt hier sein solltest. Du müsstest nur hier auf dem Sofa sitzen und mir ein bisschen davon erzählen, was du zur Zeit machst. Und ich würde dir Tee kochen, weil du keinen Kaffee magst.
Manchmal weiß ich, dass du mir fehlst. Obwohl ich doch dachte, mir wäre das alles egal. Dass du mich nicht mehr sehen willst und so weiter, du weißt schon. Ich halte das Telefon in der Hand und glaube, du müsstest davon wissen. Ich wähle deine Nummer nicht, denn mir fällt nichts ein, was richtig klingt. Nichts, hinter dem ich auch morgen noch stehen würde.
Und deshalb sage ich nichts. Ich höre nur deine Lieder und sage dir nichts.
Wärst du es gewesen, hätte ich dich umarmt.
Filed under: freizügig | 2 Comments
Tags: Foto, Gedanken, Gefühle, Kleinkram, Leben, Literarisches, Menschen


Name: Antje Lampe


Eine Tür die man gefunden und wieder verloren hat,
wieder zu finden,
in dem Wissen da jede Suche nach Ihr sinnlos ist,
bedeutet Leben.
Sehr süß/zartbitter dein Artikel, klingt blöd ab er mir fällt kein anderes Wort ein, das passender wäre.
Have fun
Otaku
ein artikel, der ein bischen schön ist und ein bisschen wehtut…besonders, wenn man sich vorstellt, wie das im eigenen leben aussehen würde..