Reiselektüre

03Jul08

• BELESENsein Seine Reise beginnt in dem Moment, in dem er erkennt, dass seine Mutter Hilfe braucht. Sie, von seinem Vater betrogen, bittet ihn darum, ihr das Wellenreiten beizubringen. Er willigt ein und findet sich an einem Wunderort wieder. Rentner riechen nach Meersalz statt nach dem Tod, Einwohner verschlafen den Mittag in Hängematten, er lernt Wellen zu besiegen. Alles bleibt schwer zu greifen – weder der Student noch die Insel bekommt einen Namen, die neuen Freunde sind geheimnisvoll und jeder auf irgendeine Art kurios. Deutlich hängt nur eine Sehnsucht über seinem Meer. Denn seine Reise ist eine Sinnsuche.
Er surft, um zu vergessen und schließt dabei mit dem Vergangenem ab. Mit seiner Kindheit und Jugend, mit der verloren gegangenen Liebe, mit der zerbrochenen Beziehung seiner Eltern.
„Wellenreise“ verzaubert durch seine Sprache. Da hat die Haut ein Déjà-vu, da sieht der Strand unausgeschlafen aus, da erinnern Surfbretter an Therapieliegen.Und wenn man sich so sehr in den Seiten wiederekennt, dass man weinen möchte, bringen sie einen wieder zum Lachen. Ein Roman, für alle, die auf Reisen gehen.

„Wellenreise“
Philipp Jessen
Fischerverlag
März 2006



4 Responses to “Reiselektüre”  

  1. 1 Anika

    uhhhh…toll! Das muss ich jetzt auch unbedingt lesen. Auch wenn ich nicht auf Reisen gehe. Aber das kann man dann ja vielleicht im Kopf:-)

  2. Das kannst du definitiv auch im Kopf. Aber wahrscheinlich wirst du Fernweh bekommen… Trotzdem schon mal viel Spaß beim Lesen. :)

  3. 3 Anika

    ich werds mir morgen in der Bibo ausleihen und bin schon ganz hibbelig. Und werde berichten^^


  1. 1 Inspirier mich! « gestrandet *

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