• FILMsein Es war einmal ein Barbier, der ein sonniges Leben mit Frau und Tochter führte. Es war einmal ein Richter, der diese Frau haben wollte, den Barbier deshalb zur Zwangsarbeit verurteilte und weit weg schickte. Der Barbier war auch 15 Jahre später noch sehr, sehr wütend, als er nach London zurückkehrte und nach Rache gierte.
Es war einmal eine Frau, die Pasteten mit Schmalz machte, weil das Fleisch so teuer war. Die wurde sehr, sehr hoffnungsvoll, als der Barbier ihren Laden betrat, weil sie ihm schon seit seiner glücklichen Zeit verfallen war und endlich eine Chance für ihre Liebe sah. Es waren einmal ein paar Rasiermesser, die der Barbier seine „Freunde“ nannte. Die ließen zuerst nur mit trockenem Geräusch Bartstoppeln verschwinden, dann aber auch Blut durch die Haut quillen. Das war gut für die Pastetenfrau, weil die jetzt wieder richtiges Fleisch hatte. Und der Barbier konnte für den Richter üben, der eines grauen Tages die gründlichste Rasur bekommen sollte, die er sich überhaupt vorstellen konnte.
Es war einmal ein Film, der so düster war, dass die wenigen farbigen Szenen erschreckender waren als das Blut, das aus Kehlen spritzte. Es war einmal ein Film, in dem schreckliche Lieder gesungen wurden. „I feel you, Johanna“ war eines davon und nervte mich schon beim ersten Mal. Leider musste ich es noch zwei weitere Male hören. Es waren einmal ein paar Figuren, die waren so gruselig, dass sie sich sogar die Augen schwarz umrandeten, damit der wahnsinnige Blick besser wirkte. Es waren einmal ein paar Schauspieler, von denen einer Johnny Depp hieß und besonders schön finster dreinschauen konnte. Der sang überraschend gut und stahl allen anderen die Show.
Es war einmal ein Regisseur, der gern seltsame Filme machte und sich in der Hinsicht mit „Sweeney Todd“ selbst übertraf.

Es war einmal ein Trailer und der ging so:



8 Responses to “Sonntagsmärchen”  

  1. Für mich einer der schrecklichsten Filme ever. Es war grausam, volle 115 Minuten im Kinosaal sitzen zu bleiben. Die Lieder wiederholen sich ja andauernd, und von den drei Minuten (und den daraus resultierenden 20 Toten zirka) wurde mir schlecht.

    Irgendwie bekommt der Film beinahe durchwegs großartige Kritiken. Und ich höre größtenteils nur schlechte Meinungen. Interessant irgendwie. So extrem ist mir das noch nie aufgefallen.

    Aber ich wollte den Saal einfach nicht verlassen, weil ich ja dafür bezahlt habe, egal, wie banal der Film auch ist.

  2. Diese grausame Musik zieht den Film einfach unnötig in die Länge. Ansonsten fand ich ihn gar nicht schlecht. Ich hatte eigentlich erwartet, dass er schlecht ist, vielleicht liegt’s daran.

  3. Kann sein. Meine Erwartungen war trotz weniger Informationen sehr hoch.

  4. 4 maxst

    Geh ich heute rein, bin sehr gespannt. Mal sehen was Tim Burton diesmal erschaffen hat ;)

  5. Ich wollte den Film eigentlich auch sehen, aber so wie es aussieht, lohnt sich das ja doch nicht.

  6. So langsam denke ich auch, eher zu warten, bis die DVD erscheint oder er irgendwann auf Pro7 von Werbung zerstückelt wird. Die Pause scheint ja wohl notwendig zu sein für die Ohren. Hm!

  7. Ich habe es gerade hinter mir und muss mich just4ikarus anschließen. Es war grausam. Diese lahme Geschichte und diese endlose Singerei. SPART EUCH DAS GELD! Schaut lieber Berlin am Meer. :)

  8. 8 Midori

    Die Singerei war schon mit der ersten Sekunde des Films zu viel!! Und genau dann, wenn man sich denken >nein, bitte, bitte, fang jetzt nicht an zu singen<, dann tun sie es – furchtbar! Vor allem das Mädchen mit dieser Pieps-Stimme und der Bub mit dem schmachtenden Blick und dem einen Lied. … Nicht schön!

    Aber dennoch, Johnny Depp war toll. Aber am meisten begeistert hat mich Helena Bonham Carter – die ist großartig (egal in welchem Film)!!


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