Hi, Freaks!

15Jan08

freaks.jpg • BELESENsein The Freaks heißt die Band, die fünf Außenseiter in einer Kleinstadt mitten im Nirgendwo gründen und einen passenderen Namen scheint es für sie nicht zu geben. Am Mikrofon ein afroamerikanischer Wortakrobat, der ständig für high gehalten wird, obwohl er Drogen niemals anrühren würde. Die Gitarre spielt eine alte Frau in Cowboystiefeln und Sex-Pistols-T-Shirt – die Babysitterin der 8-jährigen Bassistin. Diese will alles, nur nicht „süß sein“ und hasst die ganze Welt. Am Keyboard ist ein irakischer Exsoldat zu finden, der den Mann sucht, den er im Krieg verwundet hat, und hinter dem Schlagzeug eine wunderschöne Frau, die vorgibt im Rollstuhl zu sitzen, um nicht als Sexsymbol zu gelten. Nach eigenen Aussagen spielen die Exzentriker Powerpop-New-Wave-Heavy-Metal-Punkrock, doch fast noch wichtiger als die Musik ist der Halt, den sie einander geben. Von jetzt an gibt es Familienersatz im Probekeller.
Schnelle Perspektivenwechsel geben in „Freaks“ den Ton an. Nicht nur die Bandmitglieder kommen zu Wort, sondern auch Brüder, Ehefrauen, Polizisten und Therapeuten. Und zusammen singen sie ein Lied von Stereotypen und Gehört-werden-wollen. Musik und skurrile Charaktere? Die perfekte Mischung.

Joey Goebel
„Freaks“
Diogenes, 2006



2 Responses to “Hi, Freaks!”  

  1. Hey, das ist mein naechstes Buch :D

  2. Ja, lies das mal. Ich glaube, du könntest den Sänger mögen. :)


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